Mai 20 2010

Geotagger – Härtetest

Commandante

Fünf Tage Paris und damit 5 Tage Härtetest für den Geotagger liegen hinter mir. Zeit für ein kleines Fazit meiner “Teststrecke”.

Fazit: Ich bin immer noch – auch mit kleinen Einschränkungen – total begeistert und kann den RoyalTek RGM – 3800 empfehlen. Aber machen wir einfach mal der Reihe nach:

Aufzeichnung von Routen:

Klappte eigentlich wunderbar – wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Der Tagger brauchte zwischen 40Sek und 5 Minuten um ein gültiges Signal zu bekommen. Allerdings muss ich sagen, dass die 5 Minuten eine Ausnahme waren. Ich vermute es lag an den nicht ganz frischen Batterien und vor allem an den engen Gassen bzw. hohen Häuserschluchten. Hat der Geotagger einmal das Signal verliert er es  kaum, so dass man gut seine Tour aufzeichnen kann. Auch in den besagten Gassen verliert er das Signal, wenn er mal eins gefunden hat, äußerst selten.
Leider fehlt mir noch die passende Software um die Route zu analysieren. Die mitgelieferte Locr – Software ist dazu nur bedingt geeignet.

Schwierig wird es, wenn der Tagger dann mal das Signal verliert – was in Paris durch das Nutzen von Metro schnell passieren kann. Locr verbindet dann einfach die letzten gefundenen Punkte miteinander. Dadurch wird die Route ein wenig “zerhauen” und unübersichtlich. Unübersichtlich kann es auch werden, wenn man eine längere Pause einlegt. Bei einem Wegpunkt pro Sekunde kommen ganz schöne viele Punkte zusammen – erstrecht wenn man auf ein und der selben Stelle steht. Eine “Pause” – Taste fände ich deshalb klasse. Man könnte den Tagger in dieser Zeit ausschalten aber dann müsste man beim einschalten wieder auf ein Signal warten.

Das Taggen von Fotos:

Hier gibt es nichts zu meckern! Fast alle Bilder die ich gemacht habe (außer die in der Metro etc.) konnte ich ohne Probleme taggen. Bilder zu denen es keine GPS – Information gibt kann man ganz einfach per Hand und der Software Locr taggen. Das automatische taggen geht sehr schnell und einfach. Für das Taggen von Fotos ist natürlich eine synchrone Uhrzeit zwischen Tagger und Kamera wichtig – und das wenn möglich Sekundengenau!
Toll wäre es noch, wenn der Tagger einen integrierten Kompass hätte und man die Sichtrichtung sehen könnte – der nächste Tagger hat dies bestimmt!

Sonstiges:

  • Die Batterien (ich habe “Billig und Günstig” Batterien benutzt) halten zwischen 7 und 8 Stunden. Fand ich, dafür dass es billige Batterien waren, vollkommen ok. Wie es mit Markenbatterien oder gar Akkus aussieht weiß ich aber noch nicht.
  • Der Speicher reicht auf jeden Fall aus. Ich habe die Daten jeden Abend auf mein Netbook gespielt, was überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Der Tagger wurde und wurde nicht voll :D .

Negatives:
Da ich generell den Tagger gut finde und auch keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Taggern habe beschränke ich mich hier einfach mal auf die wenigen negativen Punkte die mir aufgefallen sind – alles andere (Empfang, Genauigkeit etc.) finde ich einfach gut!

  • Leider gibt es keine Möglichkeit einen einzelnen Ort zu taggen. Man muss immer direkt eine ganze Route bzw. mehrere Punkte aufzeichnen. Ich hätte aber manchmal gerne nur einen Punkt erzeugt (zum Beispiel wenn man ein tolles Restaurant gefunden hatte).
  • Die Software die beim Tagger mit dabei ist finde ich nicht sehr optimal – aber da gibt es ganz sicher Alternativen.
  • Der Status des Taggers wird nur durch eine LED angezeigt. Diese erkennt man (besonders bei Sonne sehr schlecht). Außerdem fehlt ein akustisches Signal, wenn der Tagger nichts empfängt oder die Batterien leer gehen.
  • Für die Konfiguration ist ein Rechner notwendig! War diesmal kein Problem, aber sollte ich mal irgendwann eine Wüste durchqueren würde ich mir eine andere Möglichkeit schon wünschen.

Mehr fällt mir auch schon nicht ein….also als Fazit: beide Daumen hoch!

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Mai 14 2010

Geo-Tagger Praxistest II

Commandante

So…kommen wir nun zum eigentlich Verwendungszweck meines Geotaggers. Das taggen von Fotos. Da das Wetter hier gerade mehr als bescheiden ist und meine Zeit mehr als gering habe ich mich nicht extra auf eine Fototour begeben. Vielmehr habe einfach den Tagger und eine kleine Digicam mit zur Arbeit genommen.
Vorweg war es wichtig die Kamera und den Tagger auf die gleiche Uhrzeit zu bringen. Eventuelle Zeitunterschiede kann man im locr Programm korrigieren. Man kann also einfach den Zeitunterschied zwischen Kamera und Tagger angeben. Zum Beispiel, dass die Kamera 4 Sekunden „vorgeht“.
Sind die Uhrzeiten synchron, kann man die gemachten Fotos ganz einfach taggen. Dafür muss man einfach die Bilder und die Wegstrecke in locr laden. Das war es auch schon.  Der Vorgang hat nur ein paar Sekunden gedauert und meine Fotos hatten richtigen GPS Daten.
Was man nun damit macht ist jedem selber überlassen. Für mich war es erst mal wichtig, dass die GPS Daten in 1angezeigt werden – und das klappt wunderbar. Ich werde mir aber sicher noch andere „Verwertungsmöglichkeiten“ und dementsprechend die ein oder andere Software anschauen.

Das war es erst mal. Der richtige Härtetest startet morgen in Paris. Natürlich berichte ich davon!

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Mai 13 2010

GeoTagger Praxistest I

Commandante

Nachdem ich das Gerät gestern schon virtuell ausgepackt habe kommt heute der erste Praxistest.
Da die Kurzanleitung außer einiger Rechtschreibfehler nicht sehr viel hergegeben hat habe ich es einfach auf die Männerweise probiert – also anschließen und gut ist. Drei Dinge habe ich erst mal installiert: den Treiber (funktioniert übrigens auch mit WIN7, ein kleines Programm um den Geotagger zu konfigurieren und die Daten herunter zu laden und locr GPS Photo ein Programm um Fotos mit einem Tag zu versehen. Locr ist wohl auch eine Art Community…die habe ich mir aber noch nicht richtig angeschaut. Gleichzeitig habe ich mir direkt die neue Firmware auf der Herstellerseite besorgt – ich arbeite immer gerne direkt mit aktuellen Geräten.

Sowohl die Installation der Software als auch die Installation der Firmware ging schnell und problemlos. Die Software zum Datendownload und zur Konfiguration ist denkbar einfach aufgebaut und selbst erklärend. Der Geotagger wurde beim Anschließen auch direkt erkannt und ich konnte damit arbeiten. Beim Anschließen ist mir aber auch der erste negative Punkt aufgefallen. Der USB Anschluß versteckt sich hinter einer Gummikappe die man „auffummeln“ muss (siehe Bilder im ersten Bericht). Diese Lösung gefällt mir nicht ganz so, denn ich kann mir vorstellen, dass ich diese Gummikappe irgendwann versehentlich abreiße oder sie sich nach einigen Malen wiederreindrücken verformt. Nachdem ich den Tagger nach meinen Bedürfnissen (jede Sekunde ein Wegpunkt) eingestellt hatte ging es auch schon mal los auf eine kleine Fahrt nach Wuppertal.  Der Getagger hat noch in der Wohnung ein gültiges Signal gefunden – und das recht schnell! Mittlerweile weiß ich aber, dass es auch schon mal 3 Minuten dauern kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass es noch länger dauert wenn man sich bewegt z.B. in der S-Bahn sitzt. Aber das muss ich noch mal beobachten.
Bei meinem ersten Test bin ich nicht sehr weit gefahren, denn ich wollte einfach mal sehen wie genau der Tagger arbeitet. Wieder zu Hause angekommen ging es ratzfatz. Den Tagger angeschlossen, die Daten heruntergeladen und im locr – Programm geöffnet. Und siehe da…es hat super geklappt! Das Signal ist, selbst in einem Tunnel nicht abgerissen und ich bin überrascht wie genau der Tagger arbeitet. Ich würde sagen er findet die Position auf ca. 10m genau. Mit Locr kann man nun mit der aufgezeichneten Tour seine Fotos taggen oder die Tour in GoogleEarth anschauen. Ein Import direkt in GoogleMaps funktioniert nicht! Man muss erst den Umweg über GoogleEarth nehmen (also von Locr in GoogleEarth laden, KMZ erzeugen und diese dann in GoogleMaps importieren. Leider kann man mit Locr die Tour nicht bearbeiten. Kleinere Korrekturen (zum Beispiel die Tour genau an die Straße anpassen) würde ich gerne direkt mit der Software vornehmen. Dies geht aber leider nur über den Umweg über GoogleMaps.

Man…schon wieder so viel geschrieben…der erste Test mit Fotos kommt daher später!

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Mai 12 2010

Geotagger – „Unboxing“

Commandante

Jihuu. Gestern, und damit noch rechtzeitig für den Paris – Kurztrip, ist mein Geotagger angekommen. Ich denke es kann nicht schaden, wenn ich das Gerät hier ein wenig vorstelle und meine Erfahrungen* damit schildere.

Da der „Härtetest“ erst in Frankreich stattfinden wird, werde ich das hier in ein paar Schritten machen. Heute mal eine Art „Unboxing“ .

Entscheidung:

Vor dem Kauf standen zwei bzw. drei Geotagger zur Auswahl. Der Hama GPS Travel Logger “GT-100“**,  der Bilora Geotagger 118 Photo-GPS (Blitzschuh-Aufnahme) und der RoyalTek RGM – 3800. Der Bilora Tagger ist ziemlich schnell aus dem Rennen gewesen. Mich hat zwar gereizt meine Fotos direkt beim „schießen“ zu taggen , zwei Dinge sprachen dann doch gegen dieses Gerät. Zum einen wollte ich gerne einen Tagger mit dem man auch nur mal eine Wegstrecke aufzeichnen kann und zum anderen blockiert der Bilora Tagger den Blitzschuh und das eingebaute Blitzlicht meiner SLR. Die Entscheidung zwischen Hama und RoyalTek fiel mir da schon sehr viel schwerer. Beide Geräte haben laut Berichten ihre Vor- und Nachteile (dazu später mehr). Letztendlich habe ich mich für das Gerät von RoyalTek entschieden – hauptsächlich aus drei Gründen:

  1. Der RoyalTek wird mit zwei handelsüblichen 1,5V AAA Batterien betrieben und hat keinen eingebauten Akku den man nur per USB aufladen kann und
  2. Er hatte (subjektiv) auf Shoppingportalen die besseren Bewertungen
  3. Im Gegensatz zum Gerät von Hama (64.000 Wegpunkte) speichert der Tagger von RoyalTek   bis zu 650.000 Wegpunkte ab.

„Unboxing“ – erster Blick:

Was ist im Karton? Ausgeliefert wird der Geotagger mit:

-          Einem Mini-USB-Kabel

-          Einer CD mit dem Treiber, einer Software um die Daten vom Getagger zu laden und den Geotagger zu  konfigurieren, die Software locr GPS Photo um die Wegstrecken anzeigen zu lassen und Fotos zu taggen und einem englischen Hanbuch als PDF – Datei

-          Einem Karabinerhaken

-          Einem Seil / Halsband? dessen richtige Handhabung sich mir nicht richtig erschließen will. (Es hat einen komischen „Verschluss“ und irgendwie weiß ich nicht wie ich dieses Seil an den Geotagger bekommen sollte. Ist aber auch egal…ich brauche es eh nicht)

-          Einer Kurzanleitung (auch in Deutsch)

-          Und natürlich dem Geotagger selber.

Fakten:

Der Tagger hat die Abmessungen: 70 x24 x34 mm und wiegt ohne Batterien ca. 50g. Ich finde ihn sehr handlich und klein genug. Er dürfte aber auch nicht größer sein! Man kann ihn bequem in der Hemdtasche tragen oder am Rucksack befestigen. Einer Katze würde ich ihn nicht umschnallen.  Soll ja Leute geben die sowas vorhaben ;-) . Der Hama Tagger ist übrigens mit 47 x 29 x 12 mm kleiner und vielleicht „Katzenfreundlicher“. Wie schon oben geschrieben reicht der Speicher des Taggers bis zu 650.000 Wegpunkte. Dabei kann man ein Intervall von 1 – 60 Sekunden einstellen. Die Daten werden dabei als NMEA (National Marine Electronics Association) gespeichert. Laut einigen Seiten und Blogs soll dies ein Nachteil sein. Mein erster Eindruck: wie immer eine Geschmackssache wenn es um Formate und Standards geht. Ich denke das Format hat seine Vor- und Nachteile – die ich aber erst mal finden muss.

Der Tagger selber:

Dazu ist erst mal wenig zu sagen, denn der Tagger ist einfach aufgebaut. USB – Anschluss, einen Schalter zum ein- bzw. ausschalten, ein Knopf um den Speicher zu löschen bzw. das Gerät zu resetten und eine LED die grün und rot leuchten kann.

Da ich aber jetzt schon so viel geschrieben habe – besonders für eine Fotoseite – werde ich hier erst mal einen Cut machen. Wie das alles in der Praxis funktioniert erzähle ich später.

Also…Ende erster Teil!

*Ich habe mir den Geotagger übrigens selber gekauft und habe ihn nicht von der Firma gestellt bekommen.

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Mrz 10 2010

LCA reaktiviert! Ode an die LCA

Commandante

Endlich habe mir Batterien für meine Lomo LCA gekauft und sie damit reaktiviert.

Ich habe sie jetzt bestimmt schon 2 Jahre nicht mehr richtig in der Hand gehabt und dabei LIEBE! ich diese Kamera. Ich habe das Glück gehabt noch ein original russisches Modell zu einem unschlagbaren Preis zu ergattern. Ich habe sie damals vor dem großen Hype sehr günstig über Ebay gekauft. Ein Italiener hatte sie falsch rein gesetzt, so dass das Porto aus Süditalien letztendlich teurer war als die Kamera selber.

Ihre Einfachheit hat mich schon immer fasziniert. Das kleine Wunderdingen ist nur 10×4x6cm groß und passt somit ohne Probleme in jede Jackentasche. Außerdem passt sie perfekt in die Hand um “aus der Hüfte heraus” zu schießen. Die Linse ist einmalig, denn sie ist fast schon nachtsichttauglich. Selbst bei Dunkelheit gelingen die Bilder. Hinzukommt, dass man kann bei dieser Kamera einfach nichts falsch machen und sie jeden Fehler verzeiht. Man kann nur 3 Dinge einstellen: ASA Zahl, 4 Entfernungen (von 80cm bis unendlich), sowie 7 verschiedene Blendeneinstellungen. Wobei man sich um die Blende keine Gedanken machen muss – der automatische Modus nimmt einen die Arbeit ab und die Bilder gelingen immer. Obwohl die Kamera sehr einfach ist lässt sie Belichtungszeiten von 1/500 bis 90 Sekunden zu. Natürlich verwackeln einige Bilder in der Nacht – aber das ist Lomographie!

Ihr merkt schon…ich bin begeistert und vielleicht auch verliebt ;-) . Vor allem freue ich mich wieder mit der LCA los zuziehen. Leider hat die kleine schwarze eine Schraube locker bzw. verloren. Aber ich denke der nette Optiker von nebenan wird mir da eine neue rein hauen.

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